Darüber spricht der Markt 1/19 - Change an Hochschulen, wie Roboter Jobs schaffen, Bugatti-Bremssattel aus 3D-Druck und warum sich die Hannover Messe 2019 lohnt

06.02.2019

Ingenieure kümmern sich um die kleinsten Details. Von Zeit zu Zeit lohnt aber ein Blick auf das große Ganze – oder auch über den Tellerrand. Was bewegt den Markt? Worüber wird gesprochen und vor allem: Wo geht die Reise hin? Wir geben einen Überblick.

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VDMA-Studie: Was der Ingenieur von morgen können muss

Die Industrie ist im Umbruch, die Arbeitswelt wird komplexer. Industrie 4.0 Automatisierung, Vernetzung und digitale Transformation sind nur einige Schlagworte, die nicht nur in betroffenen Unternehmen, sondern vor allem an Hochschulen und Ausbildungsstätten ein Umdenken erfordern. Der Frage, was dafür nötig ist, hat sich der VDMA in seiner IMPULS-Studie „Ingenieurinnen und Ingenieure für Industrie 4.0.“ gewidmet. Dabei wurde erstmals ein „Soll-Profil“ mit dem „Ist-Zustand“ an Hochschulen abgeglichen – Handlungsempfehlungen gibt es inklusive.

Hier nur einige Ergebnisse: Die Integration neuer fachlicher Inhalte ist meist schwierig. Eine stärkere interdisziplinäre Verflechtung zwischen den Fachbereichen Maschinenbau, Elektrotechnik und Informatik ist dringend nötig. Und neben methodischem Know-how wie ausgeprägtes Prozess- und Systemdenken werden überfachliche Kompetenzen wie Teamfähigkeit, Selbstständigkeit oder Lern- und Anpassungsfähigkeit immer wichtiger.

Die Studie wurde im Auftrag der IMPULS-Stiftung des VDMA vom Institut für Sozialwissenschaftliche Forschung e. V. – ISF München erstellt. Mit dem auf Basis der Studie entwickelten Tool „Online-Kompetenz-Check-Industrie 4.0“ können Sie gleich prüfen, wie es um Ihre eigene Industrie 4.0-Kompetenz steht.

Auf der Seite des VDMA finden Sie weitere Infos, die Studie selbst und auch einen Link zum Online-Tool.

 

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Mehr Roboter, mehr Arbeitsplätze

Bis zum Jahr 2025 will die Bundesregierung rund drei Milliarden Euro in die Erforschung der Potenziale von Künstlicher Intelligenz (KI) investieren. Zudem stehen ein nationales Forschungsnetzwerk, 100 neue Professuren sowie mehr Wagniskapital zur Debatte. Warum? Weil die neue Strategie „KI made in Germany“ Deutschland in punkto smarter Fabrik zum Weltmarktführer machen soll.

Aber keine Angst: Die fortschreitende Digitalisierung vernichtet nicht zwangsweise Arbeitsplätze, vielmehr schafft sie welche. Das hat jedenfalls Heinrich Munz, digitaler Chefstratege von KUKA, zuletzt auf dem Forcam Innovation Day behauptet. Überhaupt widmet sich das Unternehmen mit Sitz in Augsburg ¬– und im Mehrheitsbesitz des chinesischen Midea-Konzerns – aufgrund seiner automatisierenden Natur schön länger der Frage: Was bedeutet Industrie 4.0 und wie wirkt sie sich auf die Gesellschaft und den Arbeitsmarkt der Zukunft aus?

Die Antworten können Sie in der „Momentaufnahme 4.0“ im Blog des Maschinenbauers nachlesen.

 

Bugatti-Supersportler bremst mit Titansattel aus 3D-Druck

Bugatti steht für sündhaft teure Supersportwagen. Titan für ein extrem zugfestes Material, das vorwiegend in der Luft- und Raumfahrttechnik zum Einsatz kommt. Bis jetzt: Zusammen mit dem Institut für additive Produktionstechnologie (vormals Laser Zentrum Nord) haben Bugatti-Entwickler einen Bremssattel aus Titan per 3D-Druck gefertigt. Der beherbergt die Bremskolben mit den Bremsbelägen, umschließt die Bremsscheibe, muss höchsten Belastungen standhalten und das Auto möglichst schnell zum Stehen bringen.

Gerade der Vorteil der hohen Zugfestigkeit macht es schwierig, ein solches Bauteil präzise aus einem Block zu fräsen, wie es sonst mit Aluminium üblich ist. Mit einem neuartigen Fertigungsverfahren löst ein leistungsfähiger 3D-Drucker am Institut für additive Produktionstechnologie jedoch das Problem – die Anlage für selektives Laserstrahlschmelzen verfügt über vier Laser mit einer Leistung von jeweils 400 Watt, die für einen einzigen Bremssattel satte 45 Stunden brauchen.

Den genauen Prozess und weitere spannende Infos zum innovativen Leuchtturmprojekt finden Sie auf der Website von Bugatti.

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Deutsche Messe AG, Quelle

Ausblick: HANNOVER MESSE 2019

Die vom 1. bis zum 5. April stattfindende HANNOVER MESSE rückt näher. Und sie treibt die digitale Transformation der Industrie und Energiewirtschaft weiter voran. Jedes Jahr geht es dabei einen großen Schritt in Richtung Zukunft – für 2019 lautet das Leitthema „Integrated Industry - Industrial Intelligence“. Und gemeint ist damit nicht weniger als die digitale Vernetzung zwischen Mensch und Maschine im Zeitalter der künstlichen Intelligenz.

So unterstreicht das Leitthema der HANNOVER MESSE 2019 die zunehmende Bedeutung von KI und maschinellem Lernen. Themen wie die effiziente Energieausnutzung oder autonome Produktionsprozesse, aber auch Herausforderungen im Hinblick auf Schnittstellen, Protokolle und Sicherheit stehen zur Diskussion.

Und wenn internationale Vordenker aus den Bereichen KI, Produktion, Fertigung und Industrie zusammenkommen, um gemeinsam Lösungen der Zukunft zu diskutieren und zu entwickeln, ist auch Ringfeder mit dabei: Besuchen Sie uns in Halle 25 am Stand D23 und erleben Sie auf unserem großzügigen Stand die Antriebstechnik von morgen. Wir freuen uns auf Ihren Besuch!

 

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