Case Study: Einsatz eines Spannsatzes in einer Zementmühle

05.06.2019

In diesem Artikel berichten wir über eine Spannsatzlösung, die von RINGFEDER POWER TRANSMISSION für eine Kugelmühle zur Zementherstellung entwickelt worden ist, nachdem die Anlage zunehmend Probleme bereitet und hohe Betriebsausfallkosten verursacht hatte.

Case_Study_Locking_Assembly_in_Cement_Plant

Die Herausforderung

Nachdem die Wartungsingenieure die Kugelmühle eingehend untersucht hatten, vermutete man, dass die Wellen-Ritzelverbindung, oder genauer gesagt, der Spannsatz, die Ursache für die Probleme war. Messungen ergaben Rundlauffehler von satten 300 bis 400 µm.  

Um den Grund für diese extrem hohen Rundlauffehler zu lokalisieren, wurde beschlossen, den Spannsatz auszubauen, um ihn anschließend wieder zu montieren und anzuziehen. Die Demontage erwies sich jedoch als unmöglich, und weder der Hersteller der Kugelmühle noch der örtliche Lieferant der Spannvorrichtung waren in der Lage, den Wartungsingenieuren Unterstützung zu geben.

Das allgemeine Problem  

Der Zweck eines Spannsatzes ist es, eine Welle und ihr Gegenbauteil zuverlässig zu verbinden. Dabei ist es jedoch nicht ausreichend, einfach nur ein Material auszuwählen und die Zeichnungsanforderungen zu erfüllen.  

Die Verwendung des richtigen Materials und des optimalen Produktionsprozesses, kombiniert mit dem richtigen Fachwissen in Bezug auf Anwendung und Installationsverfahren, sind entscheidende Voraussetzungen für die Herstellung eines Spannsatzes, der über seine gesamte Lebensdauer hinweg zuverlässig und störungsfrei funktioniert.  

damaged_Locking_Assembly

Die Lösung

Da der Lieferant des ursprünglich installieren Spannsatzes keine Lösung für das Problem vorlegen konnte, und die Betriebsstillstände äußerst hohe Kosten für den Betreiber der Kugelmühle verursachten, wurde schlussendlich RINGFEDER kontaktiert und um Unterstützung gebeten. Ein Ingenieur von RINGFEDER machte sich umgehend auf den Weg, um die Anlage zu untersuchen.

Schon die erste Analyse ergab, dass der Kunde nicht nur enorme Summen für Wartungsarbeiten ausgegeben hatte, die in keinem Verhältnis zu den unbedeutenden Einsparungen durch den Einsatz des Wettbewerberspannsatzes standen, sondern sie zeigte auch, dass es sich um einen Spannsatz handelte, der bei Bedarf nicht gelöst werden konnte.   

Fünf bis sechs Wartungstechniker benötigen einen vollen Tag für die Demontage des beschädigten Spannsatzes.  

Es stellte sich dann heraus, dass das beschädigte Produkt ein Nachbau des 5-teiligen RINGFEDER-Spannsatzes RfN 7015.0-340 x 425 war. Dieser Nachbau war jedoch in sehr viel mehr Teile zerbrochen, was einer der Gründe für all die Probleme war.  

Broken_and_torn_Locking_Assembly

Nachdem man die Welle und das Ritzel gesäubert hatte, wurden sie wieder eingebaut und mit einem Spannsatz von RINGFEDER verbunden. Die nach dem Wiederanlauf der Anlage durchgeführten Messungen waren mehr als zufriedenstellend: der Rundlauffehler ist nicht nur auf 80 µm vermindert worden, auch die Schwingungswerte konnten beträchtlich reduziert werden.

Zukunftsaussichten

Überaus zufrieden mit den hervorragenden Ergebnissen und der kompetenten Unterstützung durch RINGFEDER, hat der Kunde mittlerweile die vormals installierten Spannsätze in vier weiteren Kugelmühlen mit RINGFEDER Spannsätzen ausgetauscht.

Doch damit ist noch nicht Schluss: der Kugelmühlenhersteller wird im Rahmen eines fortlaufenden Projektes weitere Werke an verschiedenen Standorten mit RINGFEDER-Spannsätzen bestücken.

 

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